Mittwoch, September 30, 2026

Mehrwert für Manager

Anfang Juni hat Microsoft-Chairman und CEO Satya Nadella auf der Fachkonferenz Microsoft Build in San Francisco den neuen Quantenchip von Microsoft "Majorana 2" vorgestellt. Dieser erreicht eine tausendfache Verbesserung der Zuverlässigkeit gegenüber der vorherigen Generation und markiert einen wichtigen Schritt in Richtung skalierbares Quantencomputing.

Quantenprozessor vorgestellt
Bild: iStock

Bei Microsoft geht man davon aus, bis 2029 einen skalierbaren Quantencomputer realisieren zu können, und halbiert damit den ursprünglich geplanten Zeitrahmen. Möglich werden diese Fortschritte durch einen technischen Durchbruch, den das Microsoft-Team mithilfe der neuen Plattform Microsoft Discovery erzielt hat.

Zum Beispiel können die Qubits des neuen Chips ihren Quantenzustand 1.000-mal länger aufrechterhalten als jene der ersten Generation und ermöglichen dadurch zuverlässigere Berechnungen. Während andere gängige Ansätze die „Lebensdauer“ eines Qubits in Mikrosekunden messen, bietet Majorana 2 eine durchschnittliche Qubit-Lebensdauer von 20 Sekunden – wobei einzelne Instanzen bis zu eine Minute andauern. Diese Verbesserung lässt sich ungefähr damit vergleichen, einen Handy-Akku zu entwickeln, der mit einer einzigen Ladung statt nur einen Tag fast drei Jahre lang halten würde.

Diese außergewöhnliche Zuverlässigkeit, die hohe Geschwindigkeit – mit Operationen im Mikrosekundenbereich – und die geringe Qubit-Größe von einem Hundertstel Millimeter haben das Team auf den Weg gebracht, bis 2029 einen skalierbaren Quantencomputer zu realisieren, der auch kommerziell nutzbar ist. Eine solche Maschine könnte bislang unlösbare Probleme in Bereichen wie globaler Gesundheit, Lebensmittelversorgung, Nachhaltigkeit, Energieproduktion und darüber hinaus angehen, so das Unternehmen.

„Wir müssen jedes Jahr Fortschritte erzielen, die uns näher an einen Computer bringen, von dem wir glauben, dass er enormen kommerziellen und gesellschaftlichen Wert haben wird“, sagte Chetan Nayak, Microsoft Technical Fellow. „Wir müssen diesen Fahrplan konsequent weiterverfolgen, um dieses Ziel zu erreichen. Aber wo stehen wir im Vergleich zum Vorjahr? Wir sind 1.000-mal besser.“

Nun können auch andere Forschende, die an wissenschaftlichen oder technischen Durchbrüchen arbeiten, dieselbe Expertise im Bereich agentischer KI nutzen, die Microsofts eigenes Quantum-Team in seinem Majorana-Programm einsetzt.

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