Mittwoch, September 30, 2026

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Bau | Immobilien

90 % der österreichischen Unternehmen verzeichnen laut aktuellem BauWatch Crime Report 2025 mindestens einen Fall von Baustellenkriminalität pro Jahr. 71 % sprechen von einem Anstieg der Kriminalität. Die Taktiken werden dabei immer ausgefeilter.

Baustellenkriminalität in Österreich besonders hoch

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit (KFV) kostet Baustellenkriminalität die österreichische Bauwirtschaft jährlich 20 Millionen Euro, Tendenz steigend. Denn laut BauWatch Crime Report 2025 nimmt die Kriminalität laufend zu. Für den Report wurden 3.900 Entscheidungsträger der Branche in zehn europäischen Ländern befragt.

71 % der österreichischen Befragten melden einen Anstieg der Kriminalität im Vergleich zum Vorjahr. Im europäischen Vergleich belegt Österreich damit gemeinsam mit Frankreich den traurigen ersten Platz, gefolgt von Deutschland, Italien und Polen. Am häufigsten gestohlen werden kleine Werkzeuge und Geräte (71 %), Kupfer und Kabel (je 55 %). Die Folgen reichen von finanziellen Verlusten bis zu Projektverzögerungen. 68 % gaben an, dass gestohlene Geräte und Materialien ersetzt werden mussten, 19 % sprechen von einem Imageschaden und 13 % sogar von Arbeitsplatzverlusten. 41 % berichten von Verzögerungen aufgrund von Baukriminalität, 14 % von Budgetüberschreitungen. Am häufigsten schlagen die Kriminellen im Winter zu. Und sie bedienen sich dabei immer ausgefeilterer Methoden. 65 % der Befragten in Österreich geben an, dass professionelle Taktiken wie das Hacken von Sicherheitssystemen (12 %), das Klonen oder Hacken von digitalen Zugangsdaten (15 %), der Einsatz von Drohnen (9 %) und KI-gesteuerte Betrugsmaschen (12 %) zugenommen hätten.

Betroffene Unternehmen können sich laut BauWatch auch mit einfach Maßnahmen schützen (siehe Kasten). Empfohlen wird aber eine umfassende Risikobewertung für jedes Projekt. „Sichtbare Lösungen wie mobile Kameratürme und stabile Umzäunungen können Straftaten verhindern, bevor sie überhaupt begangen werden. Gleichzeitig bieten neue Technologien wie intelligente Überwachungssysteme, KI-gestützte Analysen und Fernüberwachung leistungsstarke und kostengünstige Möglichkeiten, wertvolle Vermögenswerte auch bei knappen Budgets zu schützen“, sagt Petra Ehrhard, BauWatch Group Marketing Office.

 

Sechs einfache Tipps für mehr Sicherheit auf Baustelle

1. Setzen Sie frühzeitig sichtbare Abschreckungsmittel ein: Zäune, Kameratürme, Warnschilder.

2. Berücksichtigen Sie das Thema Sicherheit bereits in der Budget- und Projektplanungsphase. Verschieben Sie dies nicht auf spätere Phasen.

3. Beziehen Sie Ihre Teams mit ein. Ein ausgeprägtes Sicherheitsbewusstsein aller Beteiligten ist Ihre erste Verteidigungslinie.

4. Bleiben Sie flexibel: Das Risikoniveau ändert sich mit Jahreszeiten, Projektphasen und lokalen Ereignissen.

5. Kommunizieren Sie klar und deutlich: Informieren Sie alle Baustellenmitarbeiter und Sicherheitspartner, wenn sich Prozesse und Verfahren ändern.

6. Investieren Sie mit Bedacht: Frühzeitige Sicherheitsinvestitionen können später enorme Summen einsparen.

 

Quelle: Bauwatch

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