Donnerstag, Oktober 01, 2026

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Bau | Immobilien

Wienerberger, Strabag und Swietelsky können in Österreich am stärksten von Übernahmen profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Strategieberatungsunternehmens S&B Strategy.

Die M&A-Champions der Bauwirtschaft
Bild: iStock

 

Für die Studie »M&A-Bau-Champions 2025« hat S&B Strategy insgesamt 33.000 Transaktionen der letzten zehn Jahre von rund 1.200 Unternehmen im DACH-Raum analysiert. Bewertet wurden die Anzahl der M&A-Aktivitäten, ihre Auswirkungen auf Umsatz und Profitabilität sowie die Stabilität der Finanzstruktur der Unternehmen. In Österreich konnte laut Studie Wienerberger im Zeitraum 2015 bis 2024 am stärksten von Übernahmen profitieren. Dahinter folgen Strabag, Swietelsky, IFN und Porr. Komplettiert werden die Top 10 von Doka, Austrotherm, Borealis, ATP Architekten und Hasslacher.

International Aufholbedarf
Beim Blick über den nationalen Tellerrand zeigt sich, dass österreichische Unternehmen bei ihren M&A-Aktivitäten noch deutliches Verbesserungspotenzial haben. Betrachtet man den gesamten DACH-Raum, belegt der nationale Branchenprimus Wienerberger nur Rang 18. Unter das von S&B veröffentlichte Ranking der Top 35 schaffen es nur fünf heimische Unternehmen, mit Strabag auf Rang 24, Swietelsky auf Rang 32, IFN auf Rang 33 und Porr auf Rang 35 aber nur auf den hinteren Plätzen. Angeführt wird das Ranking von den drei Schweizer Unternehmen Holcim, Sika und SFS. Dass sich M&A-Aktivitäten lohnen, zeigt ein Blick auf die nackten Zahlen. Mit einem Umsatzwachstum von durchschnittlich 8,9 Prozent wachsen sie deutlich stärker als vergleichbare Marktteilnehmer.

Erfolgreich akquirieren
»Erfolgreiches anorganisches Wachstum fußt auf einer M&A-Strategie, die kongruent zur gesamten Unternehmensstrategie ist. Die erfolgreichsten Spieler setzen nicht nur den Fokus auf die Transaktion selbst, sondern auch auf eine wertstiftende Integration in die Unternehmensgruppen«, erklärt Patrick Seidler, Managing Partner bei S&B Strategy.

Ausgehend von den Top-Unternehmen leiten die Studienautoren zusätzliche Handlungsempfehlungen ab: Unternehmen sollten ihre M&A-Aktivitäten auf Basis von drei Schritten umsetzen. Zuerst müssen fehlende Kompetenzen im bestehenden Leistungsportfolio erkannt werden. Durch die Identifizierung und den Zukauf von passenden Unternehmen kann diese Lücke theoretisch geschlossen werden. Im letzten Schritt ist die erfolgreiche Integration in bestehende oder neue Strukturen entscheidend, um die Lücke auch praktisch zu schließen.

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Grafik: Das Rating setzt sich zusammen aus Anzahl der M&A-Aktivitäten, ihren Auswirkungen auf Umsatz und Profitabilität sowie der Stabilität der Finanzstruktur der Unternehmen.

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