Mittwoch, September 30, 2026

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In Österreichs Gemeinden steigt der Handlungsdruck, Freiräume an den Klimawandel anzupassen. Beton Dialog Österreich, Verband Österreichischer Betonfertigteilwerke und Forum Qualitätspflaster haben daher die Initiative „Lebenswerte Straßen und Plätze" gegründet, die lokale Entscheidungsträger und -trägerinnen mit Fachinformationen und praxisnahen Werkzeugen unterstützt.

Initiative für klimafitte Straßen und Plätze

Laut einer repräsentativen Umfrage des TQS-Instituts im Auftrag von Beton Dialog Österreich (1.000 Befragte, österreichweit) halten 63 Prozent der Bevölkerung die Umgestaltung von Straßen und Plätzen zur lokalen Regenwasserversickerung für eine wichtige Maßnahme zur Klimawandelanpassung. Die Bekämpfung von Hitzeinseln zählt dabei zu den zentralen Herausforderungen für Gemeinden und Städte.

Schwammstadtprinzip und Begrünung als Lösungsansatz
Helle Pflastersteine, Grünflächen und begrünte Fassaden in Kombination mit dem Schwammstadtprinzip – bei dem Regenwasser lokal versickert und zur Bewässerung von Bäumen unter befestigten Oberflächen genutzt wird – verbessern nachweislich das Mikroklima und die Aufenthaltsqualität in Gemeinden. „Klimafitte Freiräume sind für Gemeinden eine komplexe Aufgabe – finanziell wie planerisch. Mit gezielter Beratung lässt sich zeigen, wie helle Oberflächen, Begrünung und nachhaltiges Wassermanagement langfristig wirtschaftlich und wirkungsvoll umgesetzt werden können“, sagt Anton Glasmaier, Vorstandsvorsitzender von Beton Dialog Österreich und Geschäftsführer des Verbands Österreichischer Betonfertigteilwerke.

Fachinformation und Begleitung für lokale Entscheidungsträger
Die Initiative „Lebenswerte Straßen und Plätze" richtet sich gezielt an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Planungsverantwortliche in Gemeinden. „Die Initiative bündelt verfügbare Expertise und macht sie für die kommunale Praxis zugänglich – von versickerungsfähigen Pflasterflächen über durchwurzelungsfähige Aufbauten bis hin zum Starkregen- und Dürremanagement", sagt Stefan Weissenböck, Vorstandsvorsitzender des Forums Qualitätspflaster.
Die Initiative setzt auf Interdisziplinarität, Neutralität und Wissenschaftlichkeit. Als Partner konnten bereits die Österreichische Gesellschaft für Landschaftsarchitektur, die Kompetenzstelle „GrünstattGrau", namhafte Forscherinnen und Forscher der TU Wien und der BOKU sowie Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden Wiener Neustadt und Reisenberg gewonnen werden.

Kriterienkatalog und Workshops ab 2027
Bis Frühjahr 2027 entwickelt die Initiative einen Kriterienkatalog sowie eine digitale Entscheidungshilfe als erste Orientierungs- und Informationsquelle für Gemeinden. Das Herzstück der Initiative sollen anschließende Workshopreihen mit Expertinnen und Experten aus Landschaftsarchitektur, -planung und grün-blauer Infrastruktur in ausgewählten Gemeinden bilden, um lokale Verantwortliche bei der Umsetzung längerfristig zu begleiten.

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