Mittwoch, September 30, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Nach drei Jahren stark rückläufiger Wohnungsbaugenehmigungen, weht bei unseren deutschen Nachbarn ein Hauch von Optimismus. Von Januar bis November 2025 wurden insgesamt 215.500 Wohnungen genehmigt, ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,3 Prozent.

Lichtblick im Wohnbau

Auch wenn die aktuellen zahlen Anlass zu Hoffnung geben, gibt es im langfristigen Vergleich auch in Deutschland noch ordentlich Aufholbedarf. In den ersten elf Monaten 2021 wurden statt der aktuellen 215.500 Wohnungen noch 341.000 Wohnungen genehmigt. Die Zahl der genehmigten Wohnungen in neuen Mehrfamilienhäusern sank von fast 170.000 im Zeitraum Januar bis November 2021 auf 114.800 im Vergleichszeitraum 2025. Gegenüber Januar bis November 2024 ist dies ein Anstieg um 13,5 Prozent.

„Wir dürfen uns auf den derzeitigen leichten Positivmeldungen nicht ausruhen. Dies zeigt auch der gestern vom ifo veröffentliche Geschäftsklimaindex für den Wohnungsbau, nach dem die Unternehmen die aktuelle Lage nach wie vor schlecht einschätzen – und auch die Erwartungen für die kommenden Monate. Die gestiegenen Baugenehmigungen schlagen sich also nicht in der Stimmung nieder. Viele Unternehmen warten noch immer auf eine nachhaltige Belebung.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die Genehmigungszahlen, die das Statistischen Bundesamt heute bekanntgegebenen hat. Im Monat November verzeichnete die Zahl der Baugenehmigungen mit 20.100 Wohnungen einen Anstieg von 12,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Ein ähnliches Bild zeichnen auch die Unternehmen der Bauindustrie: „Im Rahmen einer aktuellen Konjunkturumfrage gab die Hälfte der Teilnehmer, die im Schwerpunkt Hochbau tätig sind, an, dass sie 2027 und 2028 mit einem positiven Effekt des bis 2030 befristeten Bau-Turbos auf den Wohnungsbau rechnen. 8 Prozent erwarten nur langfristig einen Effekt. 38 Prozent erwarten allerdings auch gar keinen spürbaren Effekt“, ergänzt Müller. „Zum Jahresstart muss die Politik deshalb einen starken Fokus auf die Bau-Branche legen. Und dies nicht nur mit Blick auf die vielen Unternehmen, sondern auch für die Menschen in unserem Land, für die der Wohnungsmangel leider noch zu oft bittere Realität ist.“

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