Mittwoch, September 30, 2026

Mehrwert für Manager

Bau | Immobilien

Susanne Hinterreiter sorgt für klare Strukturen, wirtschaftliche Steuerung und reibungslose kaufmännische Abläufe im Geschäftsbereich Ingenieurtiefbau. Damit schafft sie stabile Rahmenbedingungen für die Bauprozesse des oberösterreichischen Baukonzerns.

Mit Zahlen untermauern

Bild: Susanne Hinterreiter ist Prokuristin der Habau Hoch- und Tiefbau sowie kaufmännische Geschäftsbereichsleiterin des Ingenieurtiefbaus.

Ihren Einstieg bei Habau bezeichnet Susanne Hinterreiter als eher zufällig. »Für mich war nach der Handelsakademie Freistadt noch völlig offen, wohin mein beruflicher Weg führen würde. Ich bin über eine offene Ausschreibung zur Habau gekommen«, berichtet die 33-Jährige. Relativ rasch erweiterte sich ihr Verantwortungsbereich. Bald war sie sowohl für die operativen kaufmännischen Agenden einzelner Projekte als auch für übergeordnete Themen wie Jahresabschlüsse, Controlling und Kostenrechnung internationaler Tochtergesellschaften zuständig. »Ich durfte sehr früh beide Perspektiven kennenlernen – die Projekt- und die Unternehmenssicht«, sagt Hinterreiter. »Mich interessiert immer das Gesamtbild. Es liegt in meiner DNA, Prozesse und Abläufe ganzheitlich zu betrachten, um so die besseren Lösungen entwickeln zu können.«

Der Habau treu geblieben
Der Weg führte rasch ins Ausland. 2017 übernahm sie die kaufmännische Geschäftsführung in Stockholm, 2019 jene in Tschechien. »Beide Gesellschaften befanden sich damals mitten in einer Entwicklungsphase. Ich war Teil der Schnittstelle zwischen der Konzernmutter in Österreich und den Auslandstöchtern.« In Budweis hat sie vor Ort gearbeitet, wobei regelmäßig Flüge nach Schweden am Programm standen. An einer Vielzahl von Standorten zu arbeiten, hat die Mühlviertlerin immer begeistert. »Ich wollte verstehen, wie ein internationaler Baukonzern funktioniert und wie unterschiedliche Kulturen und Organisationen zusammenspielen.« Parallel zu ihrer beruflichen Entwicklung absolvierte Hinterreiter weitere Ausbildungen – darunter die Bilanzbuchhalterprüfung am WIFI sowie ein berufsbegleitendes Masterstudium in International Accounting, Con­trolling and Taxation an der FH Wien der WKW. »Die enge Verknüpfung von Theorie und Praxis war extrem wertvoll und hat meinen Zugang zu wirtschaftlichen Fragestellungen stark geprägt.« Heute erfüllt sie als kaufmännische Geschäftsbereichsleiterin eine Steuerungs- und Schnittstellenfunktion. Sie verantwortet die kaufmännische Führung des Geschäftsbereichs, arbeitet eng mit den technischen Verantwortlichen zusammen und schafft klare wirtschaftliche Rahmenbedingungen für die Projektteams.

Baudynamik begeistert
Was Hinterreiter an der Bauwirtschaft besonders fasziniert, ist die Dynamik der Projekte und das Zusammenspiel vieler Beteiligter. »Kein Projekt ist wie das andere. Diese Vielfalt, die ständige Weiterentwicklung und die Herausforderungen machen den Reiz der Branche aus.« Ein zentrales Thema sieht sie in der fortschreitenden Digitalisierung. »Prozesse müssen laufend hinterfragt werden. Gleichzeitig ist es wichtig, Strukturen übersichtlich zu halten und nicht jeder neuen Lösung unreflektiert zu folgen.« Großen Wert legt Hinterreiter zudem auf den Umgang mit den Mitarbeiter*innen. Entscheidende Faktoren für nachhaltigen Erfolg seien ein gutes Arbeitsumfeld, respektvolle Kommunikation und gegenseitige Wertschätzung.

Bau-Elan
Die Faszination für das Bauen hat Susanne Hinterreiter auch privat erlebt. »Ich habe selbst gebaut, stand bei jedem Wetter im Rohbau und habe sogar Wände für die Installation ausgestemmt. Bauen macht mir einfach Spaß«, sagt sie lachend. Ausgleich findet sie bei Bewegung in der Natur, z. B. beim Laufen, Wandern und Mountainbiken. Die Mühlviertlerin lebt privat am Land und ist Mutter eines dreijährigen Sohnes.

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