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Bildungstrends 2025: Was Führungskräfte über generative KI-Fähigkeiten wissen müssen

Von Maureen Lonergan, VP, Amazon Web Services (AWS) Training and Certification

Unternehmen haben bereits viel über generative KI gesprochen und versucht, die Auswirkungen auf das eigene Unternehmen zu verstehen. 2025 entwickelt sich diese Diskussion weiter, da für viele generative KI Projekte Machbarkeitsnachweise erbracht sind, diese nun in die Produktion übergehen und mehr Unternehmen mit generativer KI experimentieren werden. Die Nachfrage nach KI-Schulungen wird jedenfalls weiter steigen.

Einer Deloitte-Studie zu Folge gaben zwei von drei Unternehmen an, dass sie ihre Investitionen in generative KI erhöhen, da es erste Anzeichen für einen geschäftlichen Nutzen gibt. Die höheren Investitionen in generative KI bedeuten, dass Unternehmen mehr Mitarbeiter*innen mit KI-Kenntnissen benötigen, um ihre KI-Strategien und -Roadmap umzusetzen. 2024 haben wir bei AWS bereits eine erhebliche Nachfrage von Kunden und Partnern erlebt, die ihre Mitarbeiter*innen dabei unterstützen wollen, KI-Kenntnisse zu erwerben. Im Rahmen von Amazons AI Ready-Verpflichtung haben wir in nur einem Jahr zwei Millionen Menschen weltweit kostenlos in KI geschult.

Fünf weitere Trends, die sich in diesem Jahr auf Unternehmen und ihre Personalstrategie auswirken werden:

1. Generative KI-Fähigkeiten bleiben entscheidend, aber ebenso die Soft Skills. Da immer mehr Unternehmen generative KI einsetzen, um Innovationen voranzutreiben und Arbeitsabläufe zu verbessern, werden Führungskräfte zweifelsohne mehr Zeit damit verbringen, die Grundlagen generativer KI zu verstehen. Sie werden aber auch ihre Soft Skills wie effektive Kommunikation, Entscheidungsfindung, Manager-Coaching und Change Management auffrischen. Mit dem Wandel kommt die Ungewissheit, und Führungskräfte stehen unter großem Druck, ihren Mitarbeiter*innen dabei zu helfen, sich auf die generative KI-Evolution vorzubereiten. Die Mitarbeiter*innen müssen klar angeleitet und ermutigt werden, Teil des Wandels zu sein - einschließlich der psychologischen Sicherheit, neue Dinge auszuprobieren und sicher scheitern zu können. Jetzt ist es an der Zeit, die Unternehmenskultur zu überprüfen, um sicherzustellen, dass sie kontinuierliches Lernen, kritisches Denken und Experimentieren auf allen Ebenen des Unternehmens unterstützt.

2. Generatives KI-gestütztes Lernen ist auf dem Vormarsch. Nicht jeder kann einen persönlichen Tutor haben, aber mit generativer KI können mehr Menschen diese Art von Erfahrung in einem digitalen Lernsystem machen. Die Forschung zeigt, dass persönliche Nachhilfe die Leistungen erheblich verbessert. Ein generativer, KI-gestützter Tutor unterstützt beim Lernen, indem er den aktuellen Wissens- und Fähigkeitsstand erfasst, feststellt, wo zusätzliche Unterstützung benötigt wird, und Empfehlungen und Hilfestellungen für den persönlichen Lernweg gibt.

3. Digitale Lernassistenten tragen durch verbesserte Fähigkeiten der Mitarbeiter*innen zum Unternehmenswachstum bei. Für Führungskräfte bedeutet dies, dass ihre Investitionen in digitale Schulungsmodalitäten für ihre Belegschaft einen noch größeren Return on Investment erzielen werden. Mitarbeiter*innen können durch digitale Schulungen eine größere Lerntiefe erreichen, so dass Unternehmen schnell eine Belegschaft aufbauen können, die über die entscheidenden Fähigkeiten verfügt, um zum Unternehmenswachstum beizutragen. Einfach ausgedrückt: Je schneller und besser Mitarbeiter*innen neue Konzepte und Fähigkeiten durch die Leistung der generativen KI erlernen können, desto schneller werden sie in der Lage sein, das Unternehmen bei der Innovation zu unterstützen und das Endergebnis zu verbessern.

4. Kohortenschulungen fördern den langfristigen Geschäftserfolg. Eine der besten Möglichkeiten, mit dem technologischen Fortschritt Schritt zu halten, besteht darin, eine engagierte Lernkultur zu schaffen und in unternehmensweite Weiterbildungsinitiativen zu investieren. Es kann jedoch schwierig sein, zu wissen, wie und wo man investieren sollte, um den unmittelbaren Innovationsbedarf des Unternehmens zu maximieren. Vor allem mit dem Interesse an generativer KI sehen wir, dass immer mehr Unternehmen kurzfristige, stark fokussierte Schulungsinitiativen zu einem bestimmten Thema, Bereich oder Team durchführen. Der Schlüssel dazu ist die Organisation einer kollaborativen, kohortenähnlichen Schulung, die Ideenfindung, praktisches Lernen und die Vermittlung von Soft Skills beinhaltet. Diese Schulungen haben einige entscheidende Vorteile: Erstens erhalten die Mitarbeiter*innen umsetzbare Anwendungsfälle, bei denen sie ihre neu erworbenen Fähigkeiten optimal nutzen können, so dass sie sich auf Schwerpunktbereiche konzentrieren können, die ohne gemeinsames, praktisches Lernen nicht möglich gewesen wären. Zweitens können die Führungskräfte, wenn sie ihre Prioritäten festgelegt haben, schnell entscheiden, ob sie die neu erworbenen Fähigkeiten für neue Aufgaben einsetzen oder in zusätzliche Weiterbildungsmaßnahmen investieren. Drittens führt die kurzfristige und zielgerichtete Art der Schulung zu schnelleren Ergebnissen, was den geschäftlichen Nutzen der Kompetenzentwicklung unterstreicht.

5. Messung des geschäftlichen Nutzens von Schulungsmaßnahmen. Wir unterstützen unsere Kund*innen und Partner*innen bei der Einführung generativer KI-Schulungen und helfen ihnen dabei, den Wert der Schulungsmaßnahmen zu messen. Produktivität ist ein wichtiger Faktor, der bewertet werden muss, aber es geht um mehr als das. Wenn Unternehmen sicherstellen, dass ihre Teams über die richtigen Fähigkeiten verfügen, um ein Projekt abzuschließen, müssen sie keine neuen Talente einstellen, die Arbeit auslagern oder, schlimmer noch, das Projekt ganz auf Eis legen. Die Messung des geschäftlichen Nutzens von Fortbildungsmaßnahmen ergibt sich aus der Frage, was ohne diese Maßnahmen nicht möglich gewesen wäre. Dabei werden das Engagement, die Mitarbeiterbindung, die Effizienz, die Zusammenarbeit und die Risikobereitschaft von Teams berücksichtigt.

Niemand von uns kann genau wissen, was das Jahr 2025 bringen wird, wenn man bedenkt, wie schnell sich KI und ihre Auswirkungen auf Unternehmen und Mitarbeiter*innen weiterentwickeln. Das Einzige, was eine Führungskraft kontrollieren kann, ist das Umfeld, das es ihren Mitarbeiter*innen ermöglicht, neue Herausforderungen und Chancen mit Zuversicht anzunehmen. 

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