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​Preisentwicklung im Hausbau und die Folgen für Bauherren

​Preisentwicklung im Hausbau und die Folgen für Bauherren (Bild: iStock)

In den vergangenen Jahren haben sich die Kosten für den Hausbau konstant nach oben entwickelt. Vor allem in den letzten zwei Jahren sind die Kosten geradezu explodiert und verbleiben auf einem hohen Niveau. Eine Entspannung der Lage ist zumindest für die nahe Zukunft nicht absehbar. Die Folgen machen sich vor allem bei dem Bau privater Häuser bemerkbar, denn immer weniger können sich den Traum vom Eigenheim noch leisten. 

Preise erreichen Rekordniveau 

An die steigenden Preise hat man sich in der Baubranche bereits gewöhnt. Doch der Anstieg der vergangenen Jahre bereitet vielen Personen und Unternehmen einige Sorgen. Laut dem österreichischen Baupreisindex haben sich die Kosten für Bauherren in den vergangenen fünf Jahren um mehr als 30 Prozent erhöht und erreichen im Jahr 2022 ein Rekordniveau. Und obwohl die Preise bereits massiv gestiegen sind, kam es allein im ersten Quartal des aktuellen Jahres zu einem Anstieg von ganzen 8,7 Prozent. 

Damit war der Preisanstieg in der Baubranche der allgemeinen Inflation mehrere Monate voraus. Zum jetzigen Zeitpunkt betragen die Baukosten für private Bauherren in Österreich für ein Einfamilienhaus zwischen 2.000 und 2.500 Euro pro Quadratmeter. Das entspricht einem Anstieg um etwa 50 Prozent gegenüber den Preisen vor zehn Jahren.

Kombination aus mehreren Ursachen 

Der Grund für den rasanten Anstieg liegt im Zusammenspiel mehrerer Faktoren. Zum einen kam es durch die Pandemie zu massiven Störungen in den Lieferketten, wodurch weltweit Baumaterialien knapp wurden und der Engpass die Preise in die Höhe schnellen ließ. Durch die erschwerte Logistik erhöhten Reedereien zudem ihre Preise und befeuerten diese Entwicklung zusätzlich. 

Hinzu kommen steigende Energiekosten, die sowohl die Bauarbeiten selbst als auch die Herstellung der Baumaterialien verteuern. Die wirtschaftlichen Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine sind weltweit zu spüren. Die bisherige Energie-Abhängigkeit von Russland stellt den Energiemarkt aktuell auf den Kopf. 

Ein weiterer wichtiger Faktor ist der Mangel an qualifizierten Arbeitskräften. Dieses Problem existiert bereits seit Längerem und sorgt dafür, dass Bauunternehmen manche Aufträge nicht mehr annehmen können oder Bauvorhaben nur mit Verzögerungen durchführen können. Das führt wiederum dazu, dass die Unternehmen höhere Preise verlangen. Verstärkt wurde dieses Problem ebenfalls durch die Pandemie, da viele ausländische Fachkräfte nicht mehr eingesetzt werden konnten. Und seit kurzem fließen auch steigende Zinsen mit in den Anstieg der Gesamtkosten ein. 

Wie Bauherren auf die Entwicklung reagieren 

Die Preisentwicklung geht nicht spurlos an Bauherren vorbei. Für viele Personen bedeutet der Anstieg, dass sie sich den Bau eines Eigenheims nicht mehr leisten können. Während manche ihr Vorhaben komplett abbrechen müssen, versuchen andere, alternative Lösungen und Kompromisse zu finden.

Eine beliebte Option ist zum Beispiel die Erhöhung der Eigenleistung. Dadurch ist es möglich, einen größeren Teil an Kosten einzusparen. Auch die Entscheidung für oder gegen eine Garage kann die Kosten signifikant beeinflussen. Auf zu viel Wohnfläche sollte allerdings nicht verzichtet werden. Oftmals sind Hausbesitzer dann gezwungen, nachträglich eine Garage oder eine Hütte zu bauen, um so für Stauraum zu sorgen. Das führt allerdings wiederum zu Kosten und die Freiflächen können nicht wie ursprünglich geplant genutzt werden.

Eine weitere Möglichkeit der Kosteneinsparung ist der Verzicht auf aufwendige Bauelemente oder das Zurückgreifen auf günstigere Materialien. Das funktioniert etwa durch das Weglassen von Dachgauben oder die Verwendung einer günstigeren Dacheindeckung.

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