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Über den Wolken: AWS treibt Innovation im Weltall voran

Die Luft- und Raumfahrtbranche betritt ein aufregendes neues Zeitalter, in dem immer mehr Unternehmen Satelliten und bemannte Missionen in den Weltraum schicken. Die enorme Menge an Daten, die dabei generiert wird, erfordert effiziente Methoden zur Datensammlung, -speicherung und -verarbeitung. Christoph Schnidrig, Head of Technology bei Amazon Web Services, erklärt, wie AWS mit seinen Cloud-Diensten Unternehmen bei Satelliten- und Raumflugoperationen unterstützt.

Lange Zeit war die Raumfahrt nur staatlichen Akteuren vorbehalten, doch mittlerweile treiben immer mehr private Unternehmen ihre Satelliten-Lösungen und Raumfahrt-Missionen im All voran – so werden allein mit Project Kuiper von Amazon über 3.000 Satelliten in niedrigen Erdumlaufbahnen unterwegs sein, um weltweit schnelle und erschwingliche Breitbandverbindungen zu ermöglichen. Project Kuiper nutzt dabei die AWS Cloud, um sein softwarebasiertes Satelliten-Breitbandnetzwerk sicher zu betreiben und zu skalieren. Eine effiziente und sichere Datenübertragung ist das A und O der Raumfahrt und die gewonnenen Datenmengen steigen ständig an. Die Verwendung von Cloud-Services, die von Kommunikations- und IT-Anbietern bereitgestellt werden, hat das Potenzial, das Geschäft im Weltall voranzutreiben: Globale Infrastrukturen und Cloud-Dienste ermöglichen eine schnellere Kommunikation und eine effizientere Nutzung von Ressourcen im Weltall.

Hoch hinaus: Die Cloud erobert das All

Heutzutage ist der Datenverkehr in der Luft- und Raumfahrt größtenteils digitalisiert, da sich hier auch bei schwacher Signalstärke und schlechtem Empfang dank vielfältiger Filter- und Verstärkungsmöglichkeiten die besten Ergebnisse erzielen lassen. Der Datenaustausch zwischen der ISS-Raumstation und der NASA auf der Erde funktioniert z.B. über eine Reihe an auf dem Boden positionierten Antennen, das sogenannte „Space-Netzwerk", sowie ein System an Tracking- und Data Relay-Satelliten (TDRS). Die ISS ist zwar nicht so weit von der Erde entfernt. Doch rast sie mit 28.000 Stundenkilometern um die Erde und mit ihr rast auch die Zeit: Nach knapp elf Minuten ist die ISS am Rande des Empfangsgebiets angekommen und wird unerreichbar für die Signale der Antenne. Ein weltweites Netzwerk an Bodenstationen ist daher unabdingbar, um die konstante Kommunikation und Datenübertragung vom Weltall auf die Erde zu gewährleisten. Aber nicht nur für Raumfahrtmissionen, sondern auch für Satellitennetzwerke ist die sichere Verbindung zu Bodenstationen von zentraler Bedeutung. Die in der Erdumlaufbahn befindlichen Satelliten werden für zahlreiche Anwendungsfälle wie Wettervorhersagen, Oberflächen-Imaging, Kommunikation und Videoausstrahlungen genutzt.

Vor einigen Jahren hat Amazon Web Services (AWS) seine Ziele weiter in die Höhe gesteckt und unterstützt staatliche und kommerzielle Unternehmen bei der Entwicklung von Satelliten und Raumflugoperationen. Eine Initiative von AWS im Weltraum ist die AWS Ground Station. Mit diesem vollständig verwalteten Dienst können Kunden Satellitenverbindungen direkt zu den AWS Bodenstationen auf der ganzen Welt herstellen.

Capella Space ist ein amerikanisches Raumfahrtunternehmen, das ein Netz von kleinen Beobachtungssatelliten betreibt, die präzise Messungen vornehmen und so tagesaktuelle Satellitenbilder der Erde liefert. Dazu kombiniert das Unternehmen SAR-Technologien (Synthetic Aperture Radar) und AWS-Bodenstationen. So entsteht eine reaktionsschnelle Weltraum-, Boden- und Cloud-Infrastruktur, die nahezu in Echtzeit Einblicke in eine sich verändernde Welt gewährt.

Mit AWS Snowcone können Unternehmen Daten unter schwierigen Bedingungen wie in isolierten Gebieten, bei Platzmangel oder auf beweglichen Plattformen ausgelegt und so in vielen sensiblen Branchen genutzt werden erfassen und übertragen. Auch die NASA hat Snowcone bereits auf der Internationalen Raumstation (ISS) getestet, um zu sehen, wie sich das Gerät in einer Umgebung mit geringer Schwerkraft und hohen Strahlungswerten verhält. Astronauten können so Daten lokal auf der ISS verarbeiten und zu analysieren, anstatt sie zur Erde zu senden und auf die Ergebnisse zu warten. Das ist besonders nützlich für Anwendungen wie die Überwachung von Experimenten, die Analyse von medizinischen Daten und die Durchführung von wissenschaftlichen Berechnungen, die eine schnelle Antwort erfordern.

AWS beschleunigt Innovationen im Weltall

Dank heute verfügbarer Technologien wie sichere Satellitenverbindungen, Bildverarbeitung, Data Lakes, Edge Computing oder Künstlicher Intelligenz können Raumfahrtunternehmen neu definieren, was im All möglich ist und die Erforschung des Weltraums weiter vorantreiben. AWS hilft Kunden, die Art und Weise umzudenken, wie sie Raumfahrtsysteme entwerfen, starten, betreiben und warten, sowie Innovation in der globalen Luft- und Raumfahrt und Satellitenindustrie zu beschleunigen. AWS stellt Lösungen für die Raumfahrtindustrie bereit und arbeitet eng mit Kunden und Partnern auf der ganzen Welt zusammen. So hat AWS mit seiner Initiative „AWS Space Accelerator" Startups dazu eingeladen, sich mit ihren Cloud-basierten Lösungen zu bewerben, die die Nutzung des Weltraums als nachhaltige und nutzbare Umgebung für die kommenden Jahre unterstützen. Hierbei zählte auch das SpaceTech-Startup Gate Space aus Österreich zu den ausgewählten Teams, welche von AWS mit Credits, Trainings und einem speziellen Mentoring unterstützt werden.

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