Mittwoch, September 30, 2026

Mehrwert für Manager

Ticker

Eine Analyse von über 500 Produktionsprozessen durch den deutschen Industrieexperten Kloepfel Engineering zeigt: Viele Unternehmen unterschätzen die finanziellen Auswirkungen ihrer CO2-Emissionen deutlich. Die tatsächlichen Kosten liegen oft 30 bis 40 Prozent über den ursprünglich kalkulierten Werten – ein Risiko, das sich direkt auf die Wettbewerbsfähigkeit auswirken kann.

Analyse: CO2-Emissionen treiben Produktionskosten
Bild: iStock

Viele Unternehmen erfassen zwar ihre direkten CO2-Emissionen – etwa aus Energieverbrauch oder eigenen Maschinen, doch die deutlich komplexeren indirekten Emissionen entlang der Lieferkette (Scope 3) werden häufig übersehen. Diese entstehen bei Zulieferern, beim Materialeinsatz oder durch Transportwege und sind technisch schwer zu erfassen, da sie außerhalb des direkten Einflussbereichs liegen. Zudem fehlen oft verlässliche Daten oder CO2-Angaben von Lieferanten. Das Ergebnis: Ein Großteil der Emissionskosten bleibt unberücksichtigt und kann daher auch nicht gezielt reduziert werden.

Erfassung des CO2-Footprints zugekaufter Bauteile

Die Cost Control Software von Kloepfel Engineering analysiert den CO2-Footprint auf der Ebene einzelner zugekaufter Bauteile und Materialien. Beispielsweise, wie viel CO2 bei der Herstellung eines bestimmten Gussteils, Elektronikmoduls oder Gehäuses freigesetzt wurde. Dabei werden auch versteckte Emissionsquellen sichtbar, etwa energieintensive Produktionsschritte bei Zulieferern, lange Transportwege oder ineffiziente Materialkombinationen. Auf Basis dieser Daten liefert die Software konkrete Optimierungsvorschläge: etwa durch den Austausch von Bauteilen, die Auswahl emissionsärmerer Materialien oder eine Verlagerung der Fertigung zu nachhaltigeren Lieferanten.

Die Cost Control Software von Kloepfel Engineering analysiert Produktkosten datenbankgestützt: Sie greift auf umfangreiche Markt- und Technologiedaten zu Materialien, Fertigungsverfahren, Löhnen, Energie und Maschinennutzung zu – weltweit und stets aktuell. Auf dieser Basis zerlegt sie ein Produkt anhand von Stücklisten, Zeichnungen oder CAD-Daten in einzelne Kostenblöcke. So lassen sich Kostentreiber und CO2-Emissionen transparent machen und gezielt optimieren.

Ein Praxisbeispiel aus dem Maschinenbau unterstreicht das Potenzial: Durch eine systematische CO2-Analyse der Fertigungsprozesse konnte ein Unternehmen nicht nur die Emissionen um 25 Prozent senken, sondern zugleich die Energiekosten um 18 Prozent reduzieren.

„Die Zukunft gehört Unternehmen, die Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz intelligent verbinden“, sagt Manfred Esser, Geschäftsführer von Kloepfel Engineering. „Unsere Software macht CO2-Kosten endlich sichtbar – und steuerbar.“

Populär

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2026!

IT-Projekte: Einreichen und gewinnen – eAward 2027!

Der Wirtschaftspreis eAward zeichnet Digitalisierungsprojekte aus dem Raum...

Best of ... Connectivity

Vernetzung und Kommunikation auf Wasserstraßen, im Außendienst, im Vertrieb, im...
Elektrischer Mercedes-Benz eActros 600 mit Holcim-Silosattelauflieger an einer Ladestation in Mannersdorf, daneben drei Mitarbeiter.

Strom für die schweren Aufgaben

Holcim Österreich und Daimler Truck Austria zeigten im Zementwerk Mannersdorf, welche...
Bürogebäude von Primetals Technologies

Primetals: Brownfield-Conversion auf SAP S/4HANA

Atos hat gemeinsam mit Primetals Technologies ein weiteres internationales...
Visualisierung des Projekts PIER05 an der Seestädter Waterfront mit mehreren Gebäuden direkt am Wasser.

Viermal ÖGNI-Gold für PIER05

Für PIER05 in der Seestadt Wien liegen nun ÖGNI-Gold-Vorzertifikate für alle...
Kosmos und IBM: Modernes Deployment und automatische Skalierung

Kosmos und IBM: Modernes Deployment und automatische Skalierung

Ob zu Ostern oder zu Weihnachten, während der Geschenkesaison geht es beim...

Leben & StilView all

Office & TalkView all

Produkte & ProjekteView all