Mittwoch, September 30, 2026

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Die Digitalisierung der österreichischen Unternehmen schreitet Schritt für Schritt voran. Fünf Prozent sind „digitale Champions“ und damit auf der höchsten Digitalisierungsstufe, das „digitale Mittelfeld“ hat in den letzten Jahren aufgeholt, Digitalisierungsnachzügler gibt es weniger als zuletzt. Accenture, die Industriellenvereinigung (IV) und Economica analysieren seit fünf Jahren mit der gemeinsamen Studie „Die digitale Dividende“ den Status quo der Digitalisierung der heimischen Unternehmen.

Studie: Investitionen in KI rechnen sich
Michael Zettel und Philipp Krabb (Accenture) mit Christian Helmenstein (Economica).


Die fünf-Jahres-Bilanz zeigt den Fortschritt und die Wirkung der digitalen Transformation. „Die digitale Dividende wirkt nachhaltig auf Umsatz, Beschäftigung und Produktivität. Das durchschnittliche Umsatzwachstum ist bei den digitalen Champions um 6,2 Prozentpunkte, das Beschäftigungswachstum 1,2 Prozentpunkte und das Produktivitätswachstum um 6,1 Prozentpunkte höher als bei Digitalisierungsnachzüglern“, sagt Michael Zettel, Country Managing Director Accenture Österreich.

„Digitale Champions setzen innovative Technologien schneller ein. Sie bauen ihren Technologievorsprung stets weiter aus. Der Nutzungsunterschied bei GenAI liegt bei rund 12 Prozent“, betont Christian Helmenstein, Chefökonom der Industriellenvereinigung, Leiter des Instituts für Wirtschaftsforschung Economica und Professor an der Seeburg Castle University.

Im Jahr 2021 waren etwa 2 bis 3 Prozent der heimischen Unternehmen auf der höchsten Digitalisierungsstufe. Heute sind es mehr als 5 Prozent. Der Anteil der digitalen Nachzügler ist von 73 Prozent auf 65 Prozent gesunken. „Große Unternehmen nutzen stärker digitale Technologien als KMU. Doch: Jeder kann digitaler Champion werden – egal ob groß, klein, Industrie, Handwerk oder Dienstleistung. Die Chancen gilt es zu ergreifen. Hier stecken die größten ungenutzten Potenziale“, unterstreicht Helmenstein. Unternehmen digitalisieren vorrangig interne Prozesse. Die Schnittstellen zum Markt sind vergleichsweise weniger digitalisiert. 66 Prozent nutzen Prozessautomatisierung für Planung und Produktion, 63 Prozent in der Administration, 59 Prozent in der Beschaffung, 58 Prozent in der Produktion, 54,5 Prozent im Vertrieb und 49,5 Prozent in der Kunden- und Marktkommunikation. (Hier geht es zur Studie)

Oberes Mittelfeld
Die Voraussetzungen sind vorhanden: Die Unternehmen haben den Datenzugang und die technische Schnittstelle für Automatisierung. Seit 2021 gab es eine Steigerung der Nutzung von Daten für KI von 66 Prozent. „Die Technologienutzung der digitalen Champions ist bei KI um 26 Prozent, bei Cloud um 24 Prozent und bei Digital Twins um 33 Prozent höher im Vergleich zu Nachzüglern“, erläutert Helmenstein. Österreich liegt generell in der KI-Nutzung im EU-Vergleich im oberen Mittelfeld. 30 Prozent der österreichischen Unternehmen nutzen KI, im EU-Schnitt sind es 20 Prozent. Spitzenreiter sind Dänemark mit 42 Prozent und Finnland mit 38 Prozent.

Rascher ROI
„Advanced AI findet Einzug in alle Unternehmensbereiche. 57 Prozent haben heute schon KI im Einsatz oder planen es für die nähere Zukunft. Verwaltung, Vertrieb, Verkauf & Logistik sowie Kunden- und Marktkommunikation sind die stärksten Einsatzgebiete“, erläutert Philipp Krabb, Leiter Research bei Accenture Österreich. Zudem ist ein schneller ROI der AI-Investments zu erkennen. „39 Prozent geben heute schon einen positiven Return on Investment an. Das ist für eine vergleichsweise junge Technologie bemerkenswert“, unterstreicht Krabb. Die Vorteile von KI sehen die Unternehmen in Qualität und Struktur. 58 Prozent der Unternehmen, die KI einsetzen, sprechen von einer höheren Qualität der Arbeit. Gleichzeitig sinkt die Fehlerquote. „Ein AI-Einsatz ermöglicht ein zusätzliches Drittel der eigenen Arbeitskraft“, erklärt Krabb. Der aktuellen Befragung zufolge werden durch die KI-Nutzung heute bereits durchschnittlich 1,25 Stunden pro Arbeitstag eingespart.

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