Mittwoch, September 30, 2026

Mehrwert für Manager

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Automatisierung, Avatare und AI: Der Österreich-Ableger der Technologiemesse DIGITAL X im März wurde zu einem Treffpunkt für Menschen, die Digitalisierung aktiv gestalten wollen.

Vernetzung als Zukunftsformel
Bilder: Marlena König

 

Über 1.500 Besucher*innen, zahlreiche Partner, Startups und prominente Speaker*innen aus Politik, Wirtschaft und Spitzensport: Die »Digital X« in Wien verwandelte die Marx Halle im März in ein Zentrum für digitale Vordenker*innen. Die Veranstaltung der Deutschen Telekom und ihrer Österreich-Töchter Magenta und T-Systems fand zum zweiten Mal statt. Der Fokus: Wie Unternehmen digitale Technologien konkret nutzen, um Innovation voranzutreiben und wettbewerbsfähig zu bleiben

»Fortschritt entsteht durch das Zusammenspiel unterschiedlicher Perspektiven. Darum bringen wir auf der Digital X Menschen zusammen, die Digitalisierung aus allen Blickwinkeln diskutieren. Der Austausch zwischen Wirtschaft, Technologie und Praxis stärkt die Innovationskraft«, sagt Werner Kraus, CCO Business Magenta Telekom. Ein gutes Beispiel für diesen Mix bot auf der Technologiemesse ein Podiumsgespräch zum Thema »Zwischen Leidenschaft und Algorithmus – Wie Digitalisierung den Fußball verändert«.

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Gemeinsam auf der Bühne der Digital X: Werner Kraus (Magenta), Peter Lenz (T-Systems), Christian Traunwieser und Thomas Kicker (Magenta).

Es sprachen ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick, Ex-ÖFB-Kapitänin Viktoria Schnaderbeck und Stefan Oesen, Leiter der Spielanalyse des ÖFB. Im Mittelpunkt stand die enge Verbindung zwischen Spitzensport und technologischer Innovation, die den modernen Fußball zunehmend prägt. Digitale Tools, smarte Technologien und präzise Datenanalysen haben das globale Fußballgeschäft bereits nachhaltig transformiert.

Im Panel zum Standortfaktor Digitalisierung diskutierten Alexander Pröll (Staatssekretär für Digitalisierung), Patricia Neumann (CEO Siemens AG Österreich), Maimuna Mosser (Country Director Google Österreich), Andreas J. Wagner (Geschäftsführer SAP Österreich) und Gastgeber Thomas Kicker (CEO Magenta) darüber, wer eigentlich über Österreichs digitale Zukunft bestimmt. Übereinstimmung herrschte über die Notwendigkeit der engen Zusammenarbeit zwischen politischem Gestaltungswillen, technologischer Innovation und wirtschaftlichem Pioniergeist. »Digitalisierung ist kein Selbstzweck, sondern ein Werkzeug für Wettbewerbsfähigkeit und Wohlstand«, so Alexander Pröll, Staatssekretär für Digitalisierung.

Grenzen und Tiefe
Im Rahmen ihrer Keynote ging Siemens-Managerin Patricia Neumann darauf ein, inwiefern globale Technologietrends Chancen für den Industriestandort Österreich eröffnen. Eine besondere Rolle erhielten Industrial AI und digitale Zwillinge – Schlüsseltechnologien, die Innovation, vernetzte Infrastrukturen und intelligente Systeme ermöglichen und damit die Basis für eine wettbewerbsfähige, nachhaltige Wirtschaft bilden.

Die Keynotes von »AI Queen« und Technical Lead AI Hermann del Campo und Neurowissenschaftler und Science-Slam-Champion Henning Beck vertieften die Auseinandersetzung mit künstlicher Intelligenz: Hermann del Campo erläuterte, warum der Erfolg von KI-Projekten weniger an der Technologie selbst, sondern vielmehr an deren Umsetzung scheitert. Henning Beck widmete sich der Frage, was menschliches Denken und Kreativität so einzigartig macht – und wo Maschinenlogik ihre Grenzen findet (siehe Interview).

Abgerundet wurde das Programm durch vertiefende »Masterclasses« von IoT-Konnektivität über Satelliten und Netzwerk-Agilität für Cloud-Transformation, über die wichtige Rolle der Datensouveränität bis hin zu Einblicken hinter die Kulissen eines Security Operation Centers (SOC) und der Erkenntnis, dass KI in der Abwehr von Cyberangriffen weiterhin menschlicher Expertise bedarf.

Bierroboter und MIA
Ein Anziehungspunkt auf der Leistungsschau der Branche war die ­»T-Homebase« von Magenta Telekom, T-Systems, Telekom Security und Deutsche Telekom Global Business Solutions. Präsentiert wurden Anwendungen aus den Bereichen SD-X, 5G-Campusnetze – inklusive Bierroboter – und industrielle IoT-Lösungen samt Energiemonitoring. Im Health Corner brachten intelligente Bewegungsanalyse, ein KI-gestützter Trainingsavatar und präzises Echtzeit-Feedback den Besucher*innen die digitale Therapie der Zukunft näher. Ein KI-gestützter Telefonassistent nahm Anrufe entgegen, verstand die Anliegen und Aufgaben, um automatisiert Terminbuchungen, Weiterleitungen beziehungsweise Informationsabfragen zu erledigen.

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Augenmerk galt einem lebensgroßen KI-Avatar namens MIA, der in Echtzeit reagiert und Inhalte auf Deutsch und Englisch vermittelt. Nach ihrer internationalen Premiere am Mobile World Congress 2026 in Barcelona war MIA auf der Digital X im Einsatz und wird künftig hilfreichen Einsatz in der Kundenberatung, auf Messen oder in Shops finden.Mit mehr als 20 Partnern – darunter Palo Alto Networks, Samsung und SAP – war das Ökosystem der Digital X breit aufgestellt.

Ergänzt wurde das Programm durch Praxisbeispiele, wie dem Geruchssensor von Nosi. Dazu kamen sechs Start-ups, die über die TechBoost-Initiative von Magenta mittels Cloudguthaben, Vertriebsunterstützung sowie Zugang zu Geschäftskunden unterstützt werden. »Innovative Technologien, praxisnahe Use.Cases und interaktive Erlebnisse liefern konkrete Impulse für Unternehmen jeder Größe – und der direkte Austausch mit Branchenexpert*innen eröffnet zusätzlich neue Chancen für Innovation«, fasst Peter Lenz, Managing Director T-Systems, das Jahr zwei der Digital-X-Messe in Österreich zusammen.

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